31.03.2021

Es darf gelacht werden

 

Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger ruft ihm hinterher: „Wo gehen Sie hin?" „Zum Friseur", antwortet der Gefragte. „Da hätten Sie auch vor der Predigt hingehen können!“ „Da war's noch nicht nötig."

 

Dieser Witz wurde in der Kirche erzählt. Darf man das, in der Kirche lachen? Da muss man doch ernst sein und ein bisschen traurig gucken. Das denken viele Leute. Aber in der Bibel steht etwas anderes.

            „Ihr werdet lachen!“ (Lukas 6,21b)

            „Unser Mund wird voll Lachen sein!“ Psalm 126, 2a 

 

Um die Auferstehungsfreude auszudrücken, gab es vor allem in katholischen Gebieten den alten Brauch des Osterlachens, wobei die Kanzel fast zur Bühne wurde, weil der Pfarrer seine Schäflein zu Beginn der Predigt durch Witze oder lustige Verse zum Schmunzeln oder gar zum Lachen brachte  – eben eine „Theologie mit Augenzwinkern“.

Der Zusammenhang mit Ostern war klar: Christus ist auferstanden, dem Teufel ist dabei das Lachen vergangen, den Gläubigen aber umso weniger. Zugleich lacht der HERR (und wir mit IHM) über den Tod, den ER überwunden hat.

Isgard Schnöckel

 

10.03.2021

Haben sie eine Passion?

Eine ziemlich altmodische Frage! Sagt man das noch so? Heute würde man nach einem Hobby fragen. Aber ich denke eine Passion ist noch etwas mehr, es ist eine Leidenschaft. Es ist eine Sache, die mir total wichtig ist, für die ich eine Menge einsetze – Geld, Kraft, Zeit. Das Wort „Passion“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Leiden oder etwas erdulden.  Auch das deutsche Wort Leidenschaft enthält das Wort Leiden. Passion ist also etwas, das man so intensiv tut, dass man bereit ist, dafür auch Leiden in Kauf zu nehmen.

Heute kennt man den Begriff meist in dem Wort Passionszeit, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. In diese Zeit denken Christen besonders an das Leiden und Sterben von Jesus Christus – die Passion.

Passion heißt Leiden und Leidenschaft. Jesus hat gelitten und ist gestorben und zwar aus leidenschaftlicher Liebe zu uns.  Wir Menschen sind seine Leidenschaft – seine Passion. Für uns war er bereit zu leiden und zu sterben. Damit hat er uns den Weg zu Gott seinem Vater freigemacht.

 

In der Bibel steht die Geschichte so:

Das Leiden und Sterben Jesus

Mit Jesus wurden zwei Verbrecher vor die Stadt geführt zu der Stelle, die man »Schädelstätte« nennt. Dort wurde Jesus ans Kreuz genagelt und mit ihm die beiden Verbrecher, der eine rechts, der andere links von ihm.

 

Jesus betete: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!«

Unter dem Kreuz teilten die Soldaten seine Kleider unter sich auf und warfen das Los darum. Die Menge stand dabei und schaute zu. Und die Mitglieder des Hohen Rates verhöhnten Jesus: »Anderen hat er geholfen! Wenn er wirklich der Christus ist, der von Gott gesandte Retter, dann soll er sich jetzt doch selber helfen!«

Auch die Soldaten trieben ihren Spott mit ihm. Sie boten ihm Essigwasser zu trinken an und riefen ihm zu: »Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich doch selber!«

Oben am Kreuz war ein Schild angebracht mit der Aufschrift: »Dies ist der König der Juden!« Auch einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren, lästerte: »Bist du denn nicht der Christus, der versprochene Retter? Dann hilf dir selbst und uns!« Aber der am anderen Kreuz wies ihn zurecht: »Du bist genauso zum Tode verurteilt worden wie dieser Mann. Fürchtest du Gott nicht einmal jetzt? Wir werden hier zu Recht bestraft. Wir bekom-men, was wir verdient haben. Der hier aber ist unschuldig; er hat nichts Böses getan.« Dann sagte er: »Jesus, denk an mich, wenn du deine Herrschaft antrittst!« Da antwortete ihm Jesus: »Ich versichere dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein. «

Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Die Finsternis dauerte drei Stunden; in dieser Zeit war die Sonne nicht zu sehen. Dann zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten mitten entzwei.

Und Jesus rief laut: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!« Mit diesen Worten starb er. Der römische Hauptmann, der die Hinrichtung beaufsichtigt hatte, lobte Gott und sagte: »Dieser Mann war wirklich unschuldig!« Betroffen kehrten die Schaulustigen, die zur Hinrichtung zusammen-geströmt waren, in die Stadt zurück.

Viele Freunde von Jesus standen da und beobachteten das Geschehen aus der Ferne; darunter auch Frauen aus Galiläa, die mit Jesus zusammen nach Jerusalem gekommen waren. (Lukas, 23, 32-49)

 

In der Bibel kannst du noch viel mehr über Jesus erfahren. Wenn du Fragen hast, dann kannst du dich gern bei uns melden. Wenn du keine Bibel hast, schenken wir dir gern eine.

                                                                                                                                                                                        Isgard Schnöckel

 

 

 

 

06.02.2021

Mein Name steht in vielen Datenbanken. Manchmal weiß ich davon und manchmal nicht. In einige bin ich automatisch. In anderen will ich sein und in vielen stehe ich, weil ich zu leichtfertig mit meinen Daten umgehe. So füllt sich mein Briefkasten mit Werbung, die ich nicht will und auf meinem Laptop erscheint Werbung für Produkte, die ich nicht brauche. Natürlich ist es praktisch, wenn ich im Telefonbuch stehe oder mein Lieblings-Onlinshop mir seine neuesten Angebote zuschickt. Ich freue mich, wenn mein Name auf einer Gästeliste steht und ich eine Einladung bekomme; zu einer Familienfeier oder zu einer besonderen Ver-anstaltung.

Da gibt es Mitgliederlisten auf denen mein Name steht. Dafür habe ich mich ganz bewusst entschieden. Hier will ich Mitglied sein. Dieses Anliegen will ich unterstützen. Diese Sache ist mir wichtig. Auf manche Datenbanken oder Mitgliederlisten kommt man nicht so leicht. Man muß bestimmte Vorausetzungen erfüllen und es kann sogar teuer werden. Es ist traurig, wenn man es nicht auf eine solche Liste schafft. Vor vielen Jahren wurde mein Name auf eine ganz besondere Liste gesetzt. Das war völlig kostenlos und ich brauchte keine besonderen Vorausstzungen erfüllen. Ich hätte dafür auch nichts zu bieten gehabt. Mein Name wurde im Himmel aufgeschrieben.  Die Bibel nennt das auch:“Der Name ist im Buch des Lebens verzeichnet.“ Ich wurde Christ. Für mich ist nichts wichtiger und besser als in diesem Buch zu stehen und ich wünschte mir, das noch viel mehr Menschen dort verzeichnet wären. 

Wie schafft man es auf diese Liste? Es ist eigentlich ganz einfach. Ich muss nicht aus einer  christlichen Familie sein, oder ein besonders guter Mensch, der viel über Gott und den Glauben weiß. Jesus Christus freut sich über jeden Menschen, der zu ihm kommt und ihm sein Leben anvertraut. Das ist keine Vertröstung auf die Zukunft, denn Ich bin schon jetzt ins Buch des Lebens einge-schrieben. Ich gehöre schon jetzt zu Jesus Christus und seiner Gemeinde. Und ein Leben mit ihm ist spannend und erfüllend. Jeder Mensch kann in diesem Buch stehen. Wenn ihr interessiert seid und Fragen habt, dann könnt ihr euch gern bei uns melden.

Isgard Schnöckel