Impuls

 

21.06.2021

Es gibt Licht am Ende des Tunnels!

 

 

Wenn man diese Worte bei Google eingibt, dann kommt man auf über eine Million Treffer. In letzter Zeit wird das Bild besonders in Zusammenhang mit Corona gebraucht. Der Bundespräsident benutzte es in der Weihnachtsansprache und die Kanzlerin in den meisten ihrer Reden in den letzten Monaten.

 

In den letzten anderthalb Jahren haben sich wohl die meisten Menschen gefühlt, wie auf einem Marsch durch einen langen dunklen Tunnel. Aber im Moment sieht alles danach aus, als ob der Tunnel zu Ende ist und wir wieder ans Tageslicht kommen.

 

Der Corona-Tunnel war besonders lang und dunkel, aber solche dunklen Tunnelzeiten gab es immer in unserem Leben und wir wissen, dass wir auch in Zukunft von solchen dunklen Wegen nicht verschont werden.

 

Da wäre es doch gut, wenn wir mehr als die Hoffnung auf das „Licht am Ende des Tunnels hätten. Wenn wir im Tunnel immer ein Licht bei uns hätten. Wir Christen glauben, dass Jesus Christus das Licht der Welt ist und weil wir in einer Beziehung mit ihm leben, haben wir auch in den dunkelsten Tunneln immer ein Licht bei uns. Selbst dann, wenn wir das Licht am Ende des Tunnels noch nicht sehen.

Der Tunnel wird viel-leicht nicht sehr hell sein, aber es wird genug Licht geben, das wir nicht fallen und die Hof-fnung verlieren. Wenn wir Jesus kennen, dann haben wir beides: Licht am Enden  und  im Tunnel.    

 

                                                                                                                                                                                                 Isgard Schnöckel

 

 

 

 

31.03.2021

Es darf gelacht werden

 

Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger ruft ihm hinterher: „Wo gehen Sie hin?" „Zum Friseur", antwortet der Gefragte. „Da hätten Sie auch vor der Predigt hingehen können!“ „Da war's noch nicht nötig."

 

Dieser Witz wurde in der Kirche erzählt. Darf man das, in der Kirche lachen? Da muss man doch ernst sein und ein bisschen traurig gucken. Das denken viele Leute. Aber in der Bibel steht etwas anderes.

            „Ihr werdet lachen!“ (Lukas 6,21b)

            „Unser Mund wird voll Lachen sein!“ Psalm 126, 2a 

 

Um die Auferstehungsfreude auszudrücken, gab es vor allem in katholischen Gebieten den alten Brauch des Osterlachens, wobei die Kanzel fast zur Bühne wurde, weil der Pfarrer seine Schäflein zu Beginn der Predigt durch Witze oder lustige Verse zum Schmunzeln oder gar zum Lachen brachte  – eben eine „Theologie mit Augenzwinkern“.

Der Zusammenhang mit Ostern war klar: Christus ist auferstanden, dem Teufel ist dabei das Lachen vergangen, den Gläubigen aber umso weniger. Zugleich lacht der HERR (und wir mit IHM) über den Tod, den ER überwunden hat.

Isgard Schnöckel

 

10.03.2021

Haben sie eine Passion?

Eine ziemlich altmodische Frage! Sagt man das noch so? Heute würde man nach einem Hobby fragen. Aber ich denke eine Passion ist noch etwas mehr, es ist eine Leidenschaft. Es ist eine Sache, die mir total wichtig ist, für die ich eine Menge einsetze – Geld, Kraft, Zeit. Das Wort „Passion“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Leiden oder etwas erdulden.  Auch das deutsche Wort Leidenschaft enthält das Wort Leiden. Passion ist also etwas, das man so intensiv tut, dass man bereit ist, dafür auch Leiden in Kauf zu nehmen.

Heute kennt man den Begriff meist in dem Wort Passionszeit, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. In diese Zeit denken Christen besonders an das Leiden und Sterben von Jesus Christus – die Passion.

Passion heißt Leiden und Leidenschaft. Jesus hat gelitten und ist gestorben und zwar aus leidenschaftlicher Liebe zu uns.  Wir Menschen sind seine Leidenschaft – seine Passion. Für uns war er bereit zu leiden und zu sterben. Damit hat er uns den Weg zu Gott seinem Vater freigemacht.

 

In der Bibel steht die Geschichte so:

Das Leiden und Sterben Jesus

Mit Jesus wurden zwei Verbrecher vor die Stadt geführt zu der Stelle, die man »Schädelstätte« nennt. Dort wurde Jesus ans Kreuz genagelt und mit ihm die beiden Verbrecher, der eine rechts, der andere links von ihm.

 

Jesus betete: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!«

Unter dem Kreuz teilten die Soldaten seine Kleider unter sich auf und warfen das Los darum. Die Menge stand dabei und schaute zu. Und die Mitglieder des Hohen Rates verhöhnten Jesus: »Anderen hat er geholfen! Wenn er wirklich der Christus ist, der von Gott gesandte Retter, dann soll er sich jetzt doch selber helfen!«

Auch die Soldaten trieben ihren Spott mit ihm. Sie boten ihm Essigwasser zu trinken an und riefen ihm zu: »Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich doch selber!«

Oben am Kreuz war ein Schild angebracht mit der Aufschrift: »Dies ist der König der Juden!« Auch einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren, lästerte: »Bist du denn nicht der Christus, der versprochene Retter? Dann hilf dir selbst und uns!« Aber der am anderen Kreuz wies ihn zurecht: »Du bist genauso zum Tode verurteilt worden wie dieser Mann. Fürchtest du Gott nicht einmal jetzt? Wir werden hier zu Recht bestraft. Wir bekom-men, was wir verdient haben. Der hier aber ist unschuldig; er hat nichts Böses getan.« Dann sagte er: »Jesus, denk an mich, wenn du deine Herrschaft antrittst!« Da antwortete ihm Jesus: »Ich versichere dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein. «

Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Die Finsternis dauerte drei Stunden; in dieser Zeit war die Sonne nicht zu sehen. Dann zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten mitten entzwei.

Und Jesus rief laut: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!« Mit diesen Worten starb er. Der römische Hauptmann, der die Hinrichtung beaufsichtigt hatte, lobte Gott und sagte: »Dieser Mann war wirklich unschuldig!« Betroffen kehrten die Schaulustigen, die zur Hinrichtung zusammen-geströmt waren, in die Stadt zurück.

Viele Freunde von Jesus standen da und beobachteten das Geschehen aus der Ferne; darunter auch Frauen aus Galiläa, die mit Jesus zusammen nach Jerusalem gekommen waren. (Lukas, 23, 32-49)

 

In der Bibel kannst du noch viel mehr über Jesus erfahren. Wenn du Fragen hast, dann kannst du dich gern bei uns melden. Wenn du keine Bibel hast, schenken wir dir gern eine.

                                                                                                                                                                                        Isgard Schnöckel